Europaabgeordneter Kastler für Volksentscheide und Schwarz-Grün

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Nürnberg (pts/21.07.2010/14:49) - Der Nürnberger CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler bedauert den Rücktritt Ole von Beusts und hofft, dass die schwarz-grüne Koalition in Hamburg dennoch Bestand hat. "Für mich bleibt Schwarz-Grün eine Zukunftsoption", so der Vizepräsident der Bioethik-Arbeitsgruppe im Europäischen Parlament. Damit widerspricht Kastler dem Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hans-Peter Friedrich. "Wenn man sich die Koalition in Berlin so anschaut, kommt man schon ins Grübeln, ob die Gemeinsamkeiten mit der FDP denn wirklich so groß sind", gibt Kastler zu bedenken.

"Am liebsten ist mir natürlich CSU pur, aber in sozialen und ethischen Fragen sind mir die Grünen näher als die FDP. Im Europaparlament stimmen wir hier öfter gemeinsam ab, etwa auch bei Menschenrechtsfragen." Auch im kommunalen Bereich gebe es viele positive Beispiele, unter anderem bestehe in Kastlers mittelfränkischer Heimatstadt Schwabach eine sehr gut funktionierende Partnerschaft zwischen dem CSU-Oberbürgermeister und dem Grünen-Bürgermeister. Kastler hatte schon vor Jahren zusammen mit CSU- und Grünen-Politikern in Nürnberg die sogenannte Hefe-Connection ins Leben gerufen.

Der Schwabacher Europaabgeordnete Martin Kastler stimmt in der Diskussion um Volksentscheide auf Bundesebene ausdrücklich der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth zu: "Auch ich bin der Meinung, mehr Partizipation würde der Demokratie gut tun. In Bayern haben wir gute Erfahrungen mit diesem Instrument gemacht. Und die CSU hat letztes Jahr beschlossen, auch auf europäischer Ebene in wichtigen Fragen das Volk abstimmen zu lassen", so Kastler.

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